Interim
Eine Stadt ist nie fertig. Sie ist ein Ort des Übergangs, stets im Wandel, formt sich immer wieder neu im Rhythmus von Zeit, Menschen und Erinnerung. In Interim erkundet Andreas Mader Winterthur nicht über seine Postkartenmotive, sondern über seine Zwischenräume – dort, wo Veränderung sichtbar wird und Vergangenheit und Gegenwart aufeinandertreffen.
Zwischen 2017 und 2024 fotografierte Mader die Stadt in einem stillen Zustand der Transformation: Baustellen und bröckelnde Fassaden, verlassene Parkplätze und neu gepflanzte Bäume, Nicht-Orte am Rand und neu belebte Orte. Sein Blick verweilt auf dem, was oft übersehen wird – auf der Spannung zwischen Struktur und Verfall, Natur und gebauter Umwelt, Anwesenheit und Abwesenheit.
Maders Winterthur ist fragmentarisch und offen. Es spiegelt sowohl eine persönliche als auch eine kollektive Erzählung, in der vertraute Straßen zu Erinnerungen werden und jedes Gebäude eine mögliche Geschichte enthält. Die Fotografien klingen zusammen mit dem poetischen Text von Peter Stamm, in dem Häuser zu Erinnerungen werden und die Stadt mehr ist als die Summe ihrer Architektur – sie wird zu einem Gefäß der Zeit, des Lichts, des Verlusts und der Kontinuität.
Interim lädt dazu ein, in diesem unsicheren Raum zwischen dem, was war, und dem, was kommen könnte, innezuhalten. Es ist ein Porträt einer Stadt – und aller Städte – wie sie wirklich sind: unvollendet, lebendig und zutiefst menschlich.
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Artikel-Nr.:
99999---978-3-911782-01-2
EAN/ISBN:
978-3-911782-01-2
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