Mehr Frauen!
Bremer Künstlerinnen auf Papier
Frauen mussten sich den Weg in die Kunst erst erkämpfen. Staatliche Kunstakademien blieben ihnen bis ins 20. Jahrhundert hinein weitgehend verschlossen, und eine künstlerische Laufbahn galt gesellschaftlich oft als unangemessen. Und dennoch gab es sie – auch in Bremen. Rund ein Viertel der sogenannten „Bremer Handzeichnungen“ im Kupferstichkabinett der Kunsthalle Bremen stammt von Künstlerinnen – ein außergewöhnlicher Befund für eine Sammlung mit Wurzeln im frühen 19. Jahrhundert.
Dieser Katalog widmet sich den Künstlerinnen Bremens und ihren Arbeitsbedingungen. Er erzählt von Ausbildungshürden, gesellschaftlichen Erwartungen und Netzwerken, aber auch von künstlerischem Anspruch und Selbstbehauptung. Zugleich beleuchtet der Band die Rolle von Ausstellungen, Vereinen und Sammlungsstrategien sowie die zeitgenössische Rezeption zwischen Anerkennung und Abwertung. Er zeigt, wie Künstlerinnen und Mäzeninnen sich ihren Platz im Kunstbetrieb unter schwierigen Bedingungen erstritten – und warum viele von ihnen dennoch lange aus dem kunsthistorischen Blick gerieten. Neben bekannten Namen wie Paula Modersohn-Becker treten zahlreiche heute weniger bekannte Künstlerinnen hervor, deren Werke neue Perspektiven auf die Bremer Kunstgeschichte eröffnen.
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Artikel-Nr.:
99999---978-3-935127-60-8
EAN/ISBN:
978-3-935127-60-8
12,00 €
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